Den Faden verloren oder die Richtschnur gefunden?

Hier eine kurze Übung für die Suche nach der eigenen Richtschnur.

Wir alle erledigen sicherlich einen Großteil unsere beruflichen und privaten Aufgaben gut. Nur wie oft stellen wir uns die Frage, ob es die für ein erfülltes Leben richtigen Aufgaben sind.

Pflegerin Bronnie Ware hat viele Menschen am Sterbebett bis zum Tod begleitet. Sie hat die „Die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ im gleichnamigen Buch zusammengefasst. Die häufigste und schwerwiegendste Aussage war „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“.

In Tolstois Der Tod des Iwan Iljitsch wird der dreitätige Todeskampf von der Frage begleitet:
Und wenn wirklich mein Leben nicht das richtige gewesen ist? Ihm kam der Gedanke, dass das, was ihm bisher noch als vollkommen unmöglich erschienen war: Er hätte so gelebt, wie er nicht hätte leben sollen.“

Genug der Philosophie. Ohne ein wenig Mut wird es keine Verbesserung geben, das ist beim Training für einen Marathon genauso wie bei diesem Heft. Also bitte anschnallen, wir verlassen in Kürze die Komfortzone.

Hierfür habe ich drei Aufgaben für Dich:

  1. Eine kurze Achtsamkeitsübung, damit man sich in dieser hektischen Zeit auf die Aufgabe fokussiert.
  2. Die Aufgabe in Form einer zu beantworteten Frage. Die richtige Frage ist stets der erste Schritt zur Erkenntnis. Mit den richtigen Fragen führen wir ein Gespräch, sind in der aktiven Rolle.
  3. Die kurze Reflexion: Was ist mein persönliches Fazit? Dafür gebe ich keine Vorgaben, es geht um die eigene Lösung auf dem Weg zur eigenen Richtschnur. Selbstgemachtes schmeckt eh besser.

Die Übung ist nur für Dich, also schreibe viel und schreibe wild.
Es geht nicht um die Schriftform und nicht um perfekte Grammatik. Es geht nur um die Klarheit der Aussage.

„Es dauert Dein halbes Leben, bis Du verstehst, dass Dein Leben ein DO-IT-YOURSELF / HEIMWERKER Projekt ist“ Napoleon Hill, Schriftsteller 1883 – 1970

[Aufgabe] Wie sinnvoll war der letzte Arbeitstag?

 

Teil 1 – Achtsamkeitsübung:

Schaue Dich einfach mal um und finde sieben blaue Gegenstände in Deiner Umgebung. Diese Übung dient der Aufmerksamkeit für das hier und jetzt. Oft fahren wir viele Kilometer über die Autobahn, ohne die Umgebung wahrzunehmen. Oder sehen die Blumen im Zimmer nicht.

Teil 2 – Die richtige Frage stellen

Nenne drei sinnvolle Aufgaben des letzten Tages beziehungsweise Arbeitstages. Und füge hinzu, für wen sie sinnvoll waren.

1.____________________________________________

_____________________________________________

war sinnvoll für_________________________________

2.____________________________________________

_____________________________________________

war sinnvoll für_________________________________

3.____________________________________________

_____________________________________________

war sinnvoll für_________________________________

Teil 3 – Reflexion:

Hat es Dir schwergefallen, drei sinnvolle Aufgaben zu finden?
Waren sie für Dich sinnvoll oder nur für Andere? Und ist der Sinn ein kurzfristiger oder ein langfristiger, der auf eine Verbesserung Deines Lebens oder dass von anderen Menschen zielt?

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